Die Wahl zum Unwort des Jahres 2014

Die Wahl für das Unwort des Jahres 2014 steht an. Auch das Team von Wort für Wort hat seine Vorschläge eingereicht.

Inzwischen ist es bereits Tradition: Im Januar wird das Unwort des jeweils vergangenen Jahres gewählt. Bis zum 31. Dezember war es möglich, Vorschläge für das Unwort des Jahres  bei der Jury einzureichen, welche sich aus vier Sprachwissenschaftlern und einem Journalisten zusammensetzt. Außerdem beruft sie jährlich wechselnd ein weiteres Mitglied aus der Kultur- und Medienbranche. Dieses Jahr fiel die Wahl auf die Journalistin, Autorin und Moderatorin Christine Westermann.
Die Jury lenkt bei der Auswahl ihren sprachkritischen Blick gezielt auf Wörter, die die sachliche Angemessenheit oder Humanität missachten. Unwörter des Jahres verstoßen so in der Regel gegen das Prinzip der Menschenwürde oder der Demokratie oder sind gar euphemistisch bzw. irreführend.
Wie oft ein Wort vorgeschlagen wurde, ist für die Entscheidung der Jury übrigens egal. Wichtig ist vielmehr, dass die Wörter die zuvor genannten Kriterien erfüllen, eine gewisse Aktualität besitzen und öffentlich geäußert wurden.
Das Unwort des Jahres 2013 lautete Sozialtourismus. Zur Begründung dieser Entscheidung gab die Jury an, dass das Wort Tourismus eine freiwillige, erholsame Tätigkeit vermittle, während das Bestimmungswort sozial im Gegensatz dazu das Ziel der Zuwanderung darauf reduziere, Profit aus dem deutschen Sozialsystem zu schlagen.
Auch für 2014 ist die Auswahl an potentiellen Unwörtern groß. In der Presse wurden bereits vermeintliche Gewinner wie Putin-Versteher oder Sterbehilfetourismus lanciert. Ob einer dieser Begriffe es jedoch aufs Siegertreppchen schaffen wird, ist noch unklar. Denn laut der Jury-Vorsitzenden Prof. Dr. Nina Janich wartet man noch auf einen Favoriten.
Wie sieht es bei Ihnen aus? Haben Sie auch schon einen Vorschlag für das Unwort des Jahres eingereicht?

Unsere Vorschläge für das Unwort des Jahres 2014

Auch die Lektoren, Übersetzer und Texter von Wort für Wort haben sich Gedanken gemacht und Vorschläge für das Unwort des Jahres 2014 eingereicht. Unsere Vorschläge sind: Super-Streik, Homosexuellen-Propaganda, IS-Kämpfer, Ökodiktatur, Suizidtourismus und Flüchtlingsproblem.
Mit Vorfreude erwarten wir die Entscheidung der Jury am 13. Januar 2015 und sind gespannt, ob vielleicht einer unserer Vorschläge das Rennen machen wird.

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