Buchtipp Oktober: Rachel Joyce – Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry

Harold Fry begibt sich auf eine Pilgerreise, die sein Leben verändert und ihm die Augen öffnet

Titel: Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry

Autor: Rachel Joyce

Übersetzerin: Maria Andreas

Verlag: FISCHER Krüger (2012)

Genre: Roman (384 Seiten)


Kurzinhalt des Romans Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry:

Eigentlich wollte Harold Fry nie eine Pilgerreise machen, denn er ist nicht wirklich gläubig und führt im Süden Englands ein eintöniges Leben. Seine Ehe mit Maureen ist seit Jahren trostlos und distanziert, der Kontakt zu seinem Sohn kaum vorhanden. Doch als er einen Brief von seiner ehemaligen Arbeitskollegin Queenie Hennessy erhält, in dem diese schreibt, dass sie bald an Krebs sterben wird, möchte er sich endlich bei ihr dafür entschuldigen, dass er sich vor zwanzig Jahren ihr gegenüber falsch verhalten hat. Anstatt ihr nur wie ursprünglich geplant einen Brief zu schreiben, beschließt er auf dem Weg zum Briefkasten spontan, zu Fuß durch ganz England zu ihr zu laufen. Mit Segelschuhen und nichts dabei als das, was er anhat, begibt er sich auf eine interessante und lehrreiche Pilgerreise gen Norden, die ihn physisch und psychisch an seine Grenzen stoßen lässt. Er begegnet vielen unterschiedlichen Menschen und hört sich ihre Lebensgeschichten an, aber er reflektiert auch seine eigene Vergangenheit. Die Pilgerreise öffnet nicht nur ihm, sondern auch seiner zu Hause gebliebenen Frau die Augen und führt ihrer beider Leben wieder zusammen.

Was mich am Roman Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry so fasziniert:

Rachel Joyce’ Roman über die Pilgerreise von Harold Fry hat mich vor allem durch seine Beschreibung der Natur berührt. Bei der Lektüre wäre ich am liebsten gleich selbst durch das Land gelaufen, um die Natur so wie Harold wahrnehmen zu können. Obwohl seine Pilgerreise ohne jegliche Ausrüstung gleichermaßen unvorstellbar wie verrückt ist, kann man sich trotzdem in Harolds Lage hineinversetzen und lernt auch im Laufe des Romans die vielfältigen Gründe für sein Handeln kennen. Geschrieben aus der Perspektive eines omnipotenten Erzählers, der sowohl die Gefühle als auch die Sichtweisen der verschiedenen Charaktere beschreibt, fügt sich die Geschichte nach und nach zusammen. Harolds Überzeugung, dass alles möglich ist, wenn man nur fest daran glaubt, lässt ihn zum Vorbild für alle diejenigen werden, die an der Konfrontation mit ihren Ängsten und Sorgen wachsen möchten. Der Roman bietet eine gute Mischung aus Spaß, Ernst und Spannung und zieht den Leser in seinen Bann!

Mehr über dieses und andere Bücher der Autorin finden Sie auf der englischsprachigen Website von Rachel Joyce.

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