Buchtipp April 2014: Wolfgang Herrndorf – Tschick

Tschick – Ein wunderbares Roadmovie über das Erwachsenwerden

Titel: Tschick

Autor: Wolfgang Herrndorf

Verlag: rowohlt (2010)

Genre: Roman, 256 Seiten (Taschenbuch)

Auszeichnungen: 2011: Deutscher Jugendliteraturpreis, 2011: Clemens-Brentano-Preis, 2012: Hans-Fallada-Preis

Kurzinhalt von Wolfgang Herrendorfs Tschick:

In dem Roman Tschick beschreibt Wolfgang Herrndorf, wie sich zwischen den zwei Außenseitern der 8. Klasse eines Ost-Berliner Gymnasiums, dem als langweilig geltenden, wortkargen 14-jährigen Schüler Maik Klingenberg aus einem wohlhabenden, aber zerrütteten Elternhaus und dem verwahrlosten, oftmals betrunkenen, aber sehr intelligenten russischen Spätaussiedler Tschick, auf der gemeinsamen Fahrt in einem alten gestohlenen Lada durch die ostdeutsche Provinz eine ungewöhnliche Freundschaft entwickelt.

Weil Maiks alkoholkranke Mutter zu Beginn der Sommerferien wieder einmal eine Entziehungskur antritt und sein Vater lieber Urlaub mit seiner jungen, hübschen „Assistentin“ macht, muss Maik die Sommerferien allein in der elterlichen Villa mit Pool verbringen. Jedoch nur kurz. Denn gleich zu Beginn der Ferien steht plötzlich Tschick, der eigentlich Andrej Tschichatschow heißt, mit einem geklauten klapprigen Lada vor Maiks Tür und schlägt vor, gemeinsam zu seinem Onkel irgendwo in die Walachei zu fahren. Und so beginnt eine abenteuerliche Reise ohne Karte, Kompass und Navi, auf der die beiden Jungen die sonderbarsten Menschen kennenlernen …

Warum mich Tschick so beeindruckt:

Es gibt nur sehr wenige Bücher, die ich mehrmals lese. Wolfgang Herrndorfs Roman Tschick ist eines davon und ich bin sicher, dass dieses Buch schon bald zu einem Klassiker der Jugendliteratur werden wird.

Tschick begeistert aber nicht nur Jugendliche, auch Eltern und Großeltern sind von der außergewöhnlichen und ungeplanten Fahrt durch den Osten Deutschlands fasziniert.

Die Reise von Tschick und Maik in dem hellblauen gestohlenen Lada – erzählt in einem authentisch schnoddrigen Ton aus der Ich-Perspektive von Maik – ist so wunderbar einfühlsam beschrieben, dass man meint, man sei selbst dabei.

Die ungewöhnliche Geschichte ist sehr vielschichtig: Es gibt Szenen, die einfach zum Brüllen komisch sind, andere, bei denen man eher schmunzelt, und wieder andere, die recht melancholisch wirken und zum Nachdenken anregen.

Insgesamt ist Tschick ein zauberhaftes Buch über das Erwachsenwerden, über Freundschaft, Liebe, Freiheit und Verantwortung, das ich immer wieder in die Hand nehme und gern an gute Freunde oder deren Kinder verschenke.

Kölner Leselauf findet bereits zum vierten Mal statt – laufen und radeln für einen guten Zweck

Fitness, Förderung und Familienspaß: Am 3. Juni 2014 findet der vierte Kölner Leselauf der Stiftung Run & Ride for Reading statt.

Logo 4. Kölner Leselauf © Stiftung Run & Ride for Reading

© Stiftung Run & Ride for Reading

Beim vierten Kölner Leselauf können Sie Fitness im Freien mit der Spende für einen guten Zweck verbinden. Am 3. Juni 2014 starten am RheinEnergieStadion in Köln zahlreiche Läufer und Radler, denen die Leseförderung von Kindern am Herzen liegt. Mit einer kleinen Startspende unterstützt jeder von ihnen die Einrichtung von Leseclubs im Raum Köln-Bonn.

Der Kölner Leselauf ist eine von vielen anderen Wohltätigkeitsveranstaltungen der Stiftung Run & Ride for Reading, die seit 2009 regelmäßig Spenden einwirbt und sich für soziale Gerechtigkeit und Bildung einsetzt. Die Stiftung hat es sich zur Aufgabe gemacht, mit der Gründung von Leseclubs die Schlüsselkompetenz Lesen zu stärken, um Kindern den Weg für eine erfolgreiche Schul- und Berufslaufbahn zu ebnen. Mit Hilfe der Spendengelder konnten gemeinsam mit der Stiftung Lesen bereits 25 Leseclubs im Kölner Raum sowie ein weiterer in Berlin eröffnet werden.

Run & Ride durch Stadt und Wald beim Kölner Leselauf

Der Lauf startet um 18 Uhr vor dem RheinEnergieStadion und führt zunächst am „heiligen Rasen“ im Stadion vorbei. Danach wird eine große Runde durch den Kölner Stadtwald gedreht, bevor die Läufer wieder zum Stadion zurückkehren. Besonders ausdauernde Teilnehmer dürfen die fünf Kilometer lange Strecke gleich zweimal in Angriff nehmen. Wer sich hingegen weniger fit fühlt, der kann seit April jeden Samstag an einer kostenlosen vorbereitenden Laufgruppe teilnehmen.

Zusätzlich zum Leselauf beginnt um 17.30 Uhr eine Fahrradtour über 18 Kilometer. Eskortiert von der Polizei kann Groß und Klein hier ganz entspannt vom RheinEnergieStadion aus durch die Altstadt, am Dom vorbei bis zum Rhein und wieder zurück zum Ausgangspunkt radeln.

Sportlichkeit für Bildung – der vierte Kölner Leselauf startet am 3. Juni 2014 © Roland Goseberg

Sportlichkeit für Bildung – der vierte Kölner Leselauf startet am 3. Juni 2014 © Roland Goseberg

„Rock for Reading“ – Kölner Allstars stehen ehrenamtlich auf der Bühne des Leselaufs

Zum ersten Mal wird der Kölner Leselauf in diesem Jahr von einer großen Party begleitet. Für die musikalische Untermalung konnten diverse Kölner Allstars gewonnen werden, die für Kinder, Spender und Sportler unter dem Motto „Rock for Reading – (P)op Kölsch“ ohne Gage auftreten. Spaß und Freude garantiert auch das Familienfest, auf dem sich besonders die Kleinen an Klassikern wie Hüpfburg und Tombola erfreuen können.

Näheres zum vierten Kölner Leselauf und zur Stiftung Run & Ride for Reading finden Sie auf der Homepage der Veranstaltung. Vielleicht treffen Sie am 3. Juni auch auf einen der Mitarbeiter von Wort für Wort, die sich beim Leselauf sportlich für einen guten Zweck einsetzen.

Falls die Aktion Leselauf bei Ihnen die Lust zum Lesen geweckt hat oder Sie nach dem Laufen und Radeln zu Hause bei einem guten Buch entspannen möchten, stöbern Sie doch ein wenig in den Buchtipps unserer Lektoren.