„Die Deutschen sind böse, sehr böse“ – wie Übersetzungsfehler für Missverständnisse sorgen

Ein Übersetzungsfehler führte kürzlich zu Verwirrung bei deutschen Lesern: US-Präsident Donald Trump zeigte sich bei einem Treffen mit EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker und EU-Ratspräsident Donald Tusk in Brüssel Medienberichten zufolge gewohnt provokant – den seit Jahren andauernden Handelsüberschuss Deutschlands soll er mit den Worten „The Germans are bad, very bad“ kritisiert haben.

Wort-für-Wort-Trump-ÜbersetzungsfehlerÜbersetzungsfehler von der Spiegel-Redaktion

Die Redaktion von Spiegel Online übersetzte Trumps Zitat daraufhin wörtlich mit „Die Deutschen sind böse, sehr böse“ – ein Übersetzungsfehler, den der EU-Kommissionschef kurz darauf richtigstellte: Juncker sprach von einer konstruktiven Atmosphäre. Zwar seien im Verlauf des Gespräches die Worte „bad, very bad“ gefallen, Trump habe sich damit jedoch ausschließlich auf den Handelsüberschuss und nicht auf die Deutschen im Allgemeinen bezogen. „Bad“ ließe sich in diesem Zusammenhang allenfalls mit „schlecht“ übersetzen.

Unabhängig davon, was Trump nun wirklich gesagt hat und ausdrücken wollte – das englische Wörtchen „bad“ lässt sich nicht so einfach ins Deutsche übertragen, wie es auf den ersten Blick scheint. Das Online-Wörterbuch von Langenscheidt liefert allein über 20 verschiedene Übersetzungen: schlecht, böse, schwierig, schwach, unfähig, ungezogen, krank – um nur ein paar Beispiele zu nennen. Zugegeben: Schmeichelhaft ist keine dieser Übersetzungen, aber „böse“ war im Falle von Trump doch etwas zu viel des Guten.

Gerade auf politischem Parkett können sich sprachliche Nuancen und Übersetzungsfehler entscheidend auf bilaterale Beziehungen auswirken. Doch auch bei internationalen Geschäftsverhandlungen ist Vorsicht geboten, damit die Kommunikation zwischen den Geschäftspartnern reibungslos verläuft und Verhandlungsergebnisse für alle Parteien zufriedenstellend sind. Daher ist es ratsam, dann auf Dolmetscher und Übersetzer zurückgreifen zu können, die ihr Fach verstehen.

Ob für das gesprochene oder das geschriebene Wort – eine professionelle Übersetzungsagentur wie Wort für Wort vermittelt Ihnen Dolmetscher und Übersetzer, die nicht nur ihre Arbeitssprachen perfekt beherrschen, sondern auch spezifische Branchen- und Fachkenntnisse mitbringen, die zu Ihren speziellen Anforderungen passen. So stellen wir sicher, dass Sie und Ihre Geschäftspartner sich verstehen – und Übersetzungsfehler ausgeschlossen sind.

Copy and paste – mit einem Lektorat wäre das nicht passiert

Peinliche Fehler passieren in der Werbung immer wieder – so auch dem Autovermieter Avis. Dieser war vom Internetauftritt seines Konkurrenten Sixt wohl so beeindruckt, dass er dessen Text für die Kategorie „Kleinbusse“ prompt für seinen eigenen Webauftritt übernommen hat. Dumm nur, dass Avis offenbar am Lektorat gespart hat. So war direkt zu Beginn „Bei Sixt können Sie einen 9-Sitzer mieten“ zu lesen.

Copy and paste - Avis kopiert Text von Sixt

Aufgefallen ist der Fauxpas einem Studenten, der auf der Suche nach einem Mietwagen über die peinliche Ungereimtheit gestolpert ist. Nachdem er Avis über Facebook darauf hingewiesen hatte, ließ die Reaktion des Konkurrenten Sixt nicht lange auf sich warten: Der Student wurde für seine Aufmerksamkeit belohnt und bekam für ein Wochenende einen 9-Sitzer kostenlos zur Verfügung gestellt.

„Dieser Inhalt hätte nicht veröffentlicht werden dürfen, der Fehler liegt in menschlichem Versagen und ist sehr bedauerlich. Wir haben die Seite aktualisiert“, räumte Avis ein.

Der Patzer wurde inzwischen zwar behoben, die Folgen für das Image des Unternehmens dürften jedoch nachhaltiger sein. An diesem Beispiel wird deutlich, welch zentrale Bedeutung ein professionelles Werbelektorat hat, denn bei der Korrektur der Texte hätte ein kompetenter Dienstleister wie Wort für Wort diesen „Kopierfehler“ behoben.

Auf der sicheren Seite mit einem professionellen Lektorat

Wenn Sie als Unternehmen Wert auf Ihre positive Außenwirkung legen, vertrauen Sie Ihre Texte lieber einem professionellen Lektorat wie Wort für Wort an. Wir prüfen Ihre Dokumente – von der Pressemitteilung bis zur Homepage – nicht nur auf Rechtschreibung, Interpunktion und Grammatik, sondern auch in Bezug auf Sinnlogik und Stil. So stellen wir sicher, dass Ihre Werbebotschaft genau die richtige Wirkung erzielt und peinliche Fehler wie im obigen Beispiel gar nicht erst passieren. Darüber hinaus erstellen unsere Werbetexter aber auch ganz individuelle Texte für Ihre Werbemittel – und das genau auf Ihre Zielgruppe zugeschnitten.

Übrigens: Auch Tattoos können ganz schön tückisch sein, wie diese Beispiele zeigen:
http://thechive.com/2014/10/23/no-ragrets-these-tattoos-may-need-spellcheck-33-photos/

ProvenExpert: Kundenbewertungen mit Note „SEHR GUT“ und „Top-Empfehlung 2017“

Wort für Wort sagt danke für Kundenbewertungen mit Note „SEHR GUT“ und „Top-Empfehlung 2017“ bei ProvenExpert

Konstruktive Kritik ist ein Ansporn, um sich ständig zu verbessern. Deshalb stellen wir uns gerne dem Urteil unserer Kunden und rufen sie seit gut einem Jahr dazu auf, uns über den Online-Empfehlungsservice ProvenExpert zu bewerten.

Nobody is perfect – vereinzelt bekommen wir über ProvenExpert auch einmal einen kritischen Kommentar, den wir dann prüfen und uns zu Herzen nehmen.

Dass wir aber so viele positive Bewertungen von Ihnen erhalten würden, das hat unsere Erwartungen bei weitem übertroffen und uns unglaublich gefreut!

So haben wir innerhalb von 12 Monaten mehr als 50-mal mindestens 4,5 von 5 möglichen Sternen von Ihnen, unseren Kunden, erhalten – und 95 Prozent von Ihnen würden uns  weiterempfehlen.

Wir bedanken uns herzlich für das gezeigte Vertrauen und versprechen Ihnen, auch in Zukunft mit vollem Einsatz für Sie und Ihre Projekte da zu sein! 

Ihr Team von Wort für Wort

Fake News ist Anglizismus des Jahres 2016

Fake News wurde Ende Januar zum Anglizismus des Jahres 2016 gewählt. Unsere Lektoren und Übersetzer in Köln hatten schon mit Spannung auf die Entscheidung der Jury der unabhängigen Initiative Anglizismus des Jahres unter dem Vorsitz von Prof. Dr. Anatol Stefanowitsch (Freie Universität Berlin) gewartet.

Fake News ist Anglizismus des Jahres 2016

Dieser Ausdruck überzeuge nicht nur wegen seiner „überwältigenden und anhaltenden öffentlichen Präsenz“, sondern auch, weil mit Fake News eine Lücke im deutschen Wortschatz geschlossen worden sei, begründete die Jury ihre Entscheidung.

Laut Jury tauchte der Ausdruck Fake News im Englischen bereits gegen Ende des 19. Jahrhunderts auf und bezeichnete bewusste Falschmeldungen in Zeitungen, blieb aber lange Zeit eine Gelegenheitserscheinung. Erst mit dem Einzug der sozialen Medien wanderte der Ausdruck in den allgemeinen Sprachgebrauch. Zunächst wurden erfundene Nachrichten wie beispielsweise Todesanzeigen von Prominenten Fake News genannt, die zu Unterhaltungszwecken oder dem verstärkten Besuch von Websites dienen sollten. Ab 2014 tauchte der Ausdruck dann auch vereinzelt im Deutschen auf, konnte sich aber zunächst nicht gegen Wörter wie Hoax-Nachricht durchsetzen. Erst mit einer weiteren Bedeutungsverschiebung des Begriffs im Zuge des US-Präsidentschaftswahlkampfs 2016 setzte sich Fake News auch im deutschen Sprachgebrauch durch. Mit dem Wort werden jetzt politisch motivierte Falschmeldungen bezeichnet, wie sie Donald Trump in seinem Wahlkampf verwendete. Mit dieser Art von Nachrichten sollen Menschen bewusst manipuliert werden. Mittlerweile werde der Ausdruck im allgemeinen Sprachgebrauch dazu verwendet, Meldungen, die nicht in das eigene Weltbild passen, herabzusetzen, so die Jury.

Fake News überzeugte nach Meinung der Jury als Anglizismus des Jahres 2016 auch deshalb, weil es keine treffende deutsche Entsprechung gäbe. Existierende Wörter wie Falschmeldung oder Falschnachrichten würden nicht „zwischen bewusster Irreführung und ehrlichen Fehlern in der Berichterstattung“ unterscheiden. Mit dem Adjektiv fake werden jedoch nur „bewusste, in Täuschungsabsicht hergestellte Nachbildungen von Dingen“ bezeichnet. Das Wort Propaganda würde dem Begriff ebenfalls nicht gerecht, da diese auf die systematische, tiefgreifende Beeinflussung des öffentlichen Bewusstseins abziele, Fake News hingegen eher auf die „Bestätigung bestehender Vorurteile bei bestimmten Zielgruppen“. Ein Versuch, den Begriff einzudeutschen, wurde mit der Wortneuschöpfung Fakenachrichten unternommen.

 Anglizismus des Jahres 2016 – weitere Platzierungen

Den zweiten Platz errang das Wort Darknet, mit dem geschlossene, nicht für jedermann zugängliche Bereiche des Internets bezeichnet werden. Aufmerksamkeit erregte das Wort, als sich nach dem Amoklauf in München Mitte 2016 herausstellte, dass der Täter seine Waffe im Darknet erworben hatte. Seitdem stehe das Wort laut Jury im allgemeinen Sprachgebrauch für die negativen Seiten des Internets. Allerdings ist hier anzumerken, dass das Darknet nicht nur für kriminelle Zwecke genutzt wird, sondern auch seine positiven Seiten hat. Viele User kommen aus Ländern, in denen die Meinungsfreiheit eingeschränkt ist. In Syrien, im Iran und anderen Ländern nutzen die Menschen die Anonymität des Darknets, um ihre Meinung frei zu äußern, ohne Konsequenzen der Regierung fürchten zu müssen. Während der Revolution in Ägypten 2011 nutzte die Bevölkerung das Darknet, um miteinander zu kommunizieren, nachdem die Regierung Internetanbieter aufgefordert hatte, ihre Dienste einzustellen. Und auch in China können User die von der Regierung blockierte Seite von Facebook über das Darknet erreichen.

Der Anglizismus Hate Speech erreichte den dritten Platz im Rennen um den Titel Anglizismus des Jahres 2016. Er bezeichnet Beiträge in sozialen Medien, „die irgendwo zwischen Volksverhetzung und diskriminierender Beleidigung liegen“.

 Frühere Anglizismen des Jahres

Im Jahr 2015 gewann den Wettbewerb Anglizismus des Jahres Refugees Welcome, 2014 das Wort Blackfacing, 2013 die Nachsilbe -gate, 2012 Crowdfunding und im Jahr 2010 das Verb leaken.

Anglizismus des Jahres

Das Englische hat aufgrund seiner Rolle als weltweite Verkehrssprache enormen Einfluss auf andere Sprachen und deren Wortschatz, weshalb es nicht verwunderlich ist, dass viele englische Begriffe in andere Sprachen entlehnt werden. Seit 2010 wird jährlich ein im deutschen Sprachgebrauch besonders präsentes englisches Lehnwort zum Anglizismus des Jahres gewählt.

Die Lektoren und Korrektoren von Wort für Wort spüren natürlich auch täglich den Trend zur Verwendung von Anglizismen in deutschen Texten. Insbesondere im Bereich Werbung, Marketing, Film, Media und Suchmaschinenoptimierung sind englische Fachtermini heute nicht mehr wegzudenken. Unsere Lektoren und Übersetzer sind sich diesem Phänomen bewusst und unterstützen unsere Kunden mit ihrer Expertise bei der Erstellung sprachlich und fachsprachlich korrekter Texte und Übersetzungen.